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  • 1. Abteilung »Von der Burg zum Schloss«

    Im Erdgeschoss des Schlosses erhält der Besucher zunächst einen Überblick über die Entwicklung des Celler Schlossbaus vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Anhand ausgewählter Fundstücke wird deutlich, wie sich Funktion und Bedeutung des Gebäudes im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben: Von der mittelalterlichen Burg, die vorrangig der Landessicherung diente, hin zum repräsentativen Residenzschloss der Welfen in der Barockzeit und schließlich zum Ort der königlichen Sommerfrische der Könige von Hannover im 19. Jahrhundert.
  • 1. Abteilung »Von der Burg zum Schloss«

    An einer Computersimulation können die verschiedenen Bauphasen des Celler Schlosses interaktiv abgespielt werden. Eine einzigartige Bild- und Textschau gibt einen anschaulichen Überblick über die politische und die territoriale Entwicklung des welfischen Gebietes - »1000 Jahre Welfengeschichte«.
  • 1. Abteilung »Von der Burg zum Schloss«

    Der »Große Festsaal" im Celler Schloss ist einer der wenigen erhaltenen spätmittelalterlichen Festsäle in Norddeutschland. Drei Kurzfilme, die der Besucher auf Wunsch aktivieren kann, führen in die Geschichte des Festsaales ein, stellen die Festkultur des ausgehenden Mittelalters und der Renaissance vor oder lassen eine 1653 in der Celler Residenz stattgefundene fürstliche Hochzeit lebendig werden.
  • 1. Abteilung »Von der Burg zum Schloss«

    Der »Große Festsaal" im Celler Schloss ist einer der wenigen erhaltenen spätmittelalterlichen Festsäle in Norddeutschland. Drei Kurzfilme, die der Besucher auf Wunsch aktivieren kann, führen in die Geschichte des Festsaales ein, stellen die Festkultur des ausgehenden Mittelalters und der Renaissance vor oder lassen eine 1653 in der Celler Residenz stattgefundene fürstliche Hochzeit lebendig werden.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Herzog Georg Wilhelm (1624-1705) gab durch einen umfassenden Um- und Ausbau der Residenz dem Schloss seine bis heute prägende Gestalt. Die während dieser Zeit entstandenen, in Form einer barocken »Enfilade" angeordneten Repräsentationsgemächer gehören zu den frühesten erhaltenen ihrer Art in Deutschland und sind Ausdruck des französischen Einflusses seiner Gemahlin Eléonore d'Olbreuse. Die prunkvollen Stuckdecken bilden herausragende Beispiele für italienische Dekorationskunst des 17. Jahrhunderts in Norddeutschland.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Herzog Georg Wilhelm (1624-1705) gab durch einen umfassenden Um- und Ausbau der Residenz dem Schloss seine bis heute prägende Gestalt. Die während dieser Zeit entstandenen, in Form einer barocken »Enfilade" angeordneten Repräsentationsgemächer gehören zu den frühesten erhaltenen ihrer Art in Deutschland und sind Ausdruck des französischen Einflusses seiner Gemahlin Eléonore d'Olbreuse. Die prunkvollen Stuckdecken bilden herausragende Beispiele für italienische Dekorationskunst des 17. Jahrhunderts in Norddeutschland.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Das Museum im Celler Schloss möchte seinen Besuchern Celler Residenzgeschichte nahe bringen und sie in einen übergeordneten Zusammenhang allgemeiner Residenzgeschichte stellen. So lässt sich in der unteren Etage eine Raumfolge erleben, wie sie ein Barockfürst zum Herrschen und Repräsentieren nutzte. Höfisches Leben, Weltbild, Architektur und Zeremoniell des Barock werden lebendig und es entsteht ein anschauliches Bild davon, wie Architektur und Raumgestaltung in die zeremoniellen Anforderungen eines Hofes im 17. Jahrhundert eingebunden waren.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Im Antichambre hielten sich einst Adlige oder Gesandte auf, um zur Audienz beim Fürsten eingelassen zu werden. Prächtige Gemälde und eine aufwendige Gestaltung sollten den Besucher beeindrucken und die Bedeutung des Fürstenhauses vermitteln. Vielfach konnte hier auch getafelt, musiziert oder gespielt werden.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Im Antichambre hielten sich einst Adlige oder Gesandte auf, um zur Audienz beim Fürsten eingelassen zu werden. Prächtige Gemälde und eine aufwendige Gestaltung sollten den Besucher beeindrucken und die Bedeutung des Fürstenhauses vermitteln. Vielfach konnte hier auch getafelt, musiziert oder gespielt werden.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Im Audienzgemach empfing der Herrscher seine Besucher. Um angehört zu werden, also eine Audienz (lat. Audire, »hören«) zu erhalten, musste meist vorab bei Hofe darum gebeten werden. Die Funktion des Throns, hier in einer modernen Inszenierung nachempfunden, bildet einen zentralen Punkt im Raum.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Das Paradezimmer oder -schlafgemach ist der am aufwändigsten ausgestaltete Raum des Paradeappartements. Hier fand das höfische Zeremoniell seinen Höhepunkt. Prachtvoller Stuck ziert hier nicht nur die Decke, sondern auch den Kamin und den Übergang zum Paradebett.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Das Kabinett war der letzte und zugleich kleinste Raum der barocken Raumfolge. Eine Einladung des Fürsten in diesen vertraulichen Bereich galt als besondere Auszeichnung.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Die obere Etage der Staatsgemächer weist ebenfalls die Raumfolge eines barocken Paradeappartements auf. Hier wird der Bogen von der allgemeinen Residenzgeschichte zur derjenigen der Celler Welfenresidenz in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts geschlagen. Im Mittelpunktsteht die Geschichte des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm (1624-1705) und seiner Familie. Die Ursprünge der Welfen, Europas ältesten heute noch existierenden Fürstenhauses, liegen in Süddeutschland und Oberitalien. Nach dem Sturz Heinrichs des Löwen zogen sich die Welfen auf das 1235 als neues Reichslehen entstandene Herzogtum Braunschweig-Lüneburg zurück. Nach zahlreichen Erbteilungen waren hier 1635 schließlich die Fürstentümer Lüneburg (mit Residenz Celle), Calenberg (Residenz Hannover) und Wolfenbüttel entstanden. Mit Georg von Calenberg (1582-1641), der seit 1636 das Teilfürstentum Calenberg regierte, setzte ein neuer Aufschwung ein, der die Welfen schließlich wieder auf die Bühne der europäischen Politik zurückbrachte.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    1641 übernahm der älteste von Georgs vier Söhnen, Christian Ludwig (1622-1665), zunächst das Fürstentum Calenberg, 1648 überließ er das wirtschaftlich schwächere Fürstentum seinem nächstjüngeren Bruder Georg Wilhelm und übernahm die Regierung des Fürstentums Lüneburg (Residenz Celle). In die Regierungszeit Christian Ludwigs fällt die erste Ausbauphase Celles zur barocken Residenz. Herzog Georg Wilhelm zog 1658 seine bereits gegebene Zusage zu einer Heirat mit Sophie von der Pfalz zurück, da er lieber ungebunden leben wollte. An seine Stelle als Bräutigam trat der jüngste Bruder Ernst August. Im Gegenzug verpflichtete sich Georg Wilhelm, nicht ebenbürtig zu heiraten. Georg Wilhelm verzichtete damit auf die Eigenschaft als künftiger Erblasser und sicherte den Nachkommen seines Bruders und Sophies sein Erbe zu. Ernst August, dem jüngsten der vier Brüder und bis dahin ohne eigenes Territorium, eröffnete er so eine ungeahnte Aufstiegsperspektive.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Nach dem Tod Christian Ludwigs übernahm sein nächstälterer Bruder Georg Wilhelm (1624-1705) die Regierung des Fürstentums Lüneburg. Unter ihm erlebte Celle eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Entgegen seinem Versprechen der Ehelosigkeit verband er sich 1665 - zunächst unstandesgemäß - mit Eléonore d'Olbreuse, einer französischen Hugenottin, in deren Gefolge viele ihrer verfolgten Glaubensgenossen Hof und Residenzstadt belebten. 1666 wurde ihr einziges Kind Sophie Dorothe geboren. Nach der Erhebung Eléonores in den Reichsgrafenstand wurde 1676 die offizielle Ehe geschlossen. Georg Wilhelm ließ das Schloss durch italienische Baumeister zur barocken Vierflügelanlage umbauen und gestaltete unter dem Einfluss seiner Gemahlin die Residenz mit einem neuen Theater und barocken Paradezimmern nach französischem Vorbild aus.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Um den wachsenden Hofstaat - darunter zahlreiche Hugenotten - unterzubringen und die Ansiedlung von Gewerbetreibenden zu fördern, sah Georg Wilhelm um 1680 die Anlage eines neuen Stadtteils vor (Westerceller Vorstadt). Auf Betreiben seiner Gemahlin erließ der Herzog bereits 1684 - früher als andere deutsche Landesfürsten - ein Edikt zur Aufnahme der verfolgten Reformierten. Besucher können die Reproduktion des historischen Plans der Stadterweiterung an einer Infostation erkunden und durch Darüberschieben des heutigen Straßennetzes erkennen, welche Straßenführungen auf die Stadtplanung der Barockzeit zurückgehen.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Um dem jüngeren Bruder Ernst August die Erbfolge zu sichern, beschlossen Georg Wilhelm und Ernst August die Verbindung ihrer Kinder miteinander: Sophie Dorothea (1666-1726) wurde mit ihrem hannoverschen Cousin Georg Ludwig (1660-1727) verheiratet, was Ernst August darüber hinaus finanzielle Vorteile verschaffte.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Die zunächst illegitim geborene Sophie Dorothea hatte 1674 durch Standeserhöhung vom Kaiser den Titel einer Gräfin von Wilhelmsburg erhalten. Sie war nicht nur eine sehr schöne Frau, sondern wurde durch die zu erwartende Mitgift eine der begehrtesten Heiratskandidatinnen im Reich. Fürstliche Heiratsverbindungen waren wichtige Mittel der barocken Machtpolitik. An einem »Hochzeitskarussell« können Besucher die Bewerber um die begehrte Prinzessin kennenlernen und erkunden, welchen Interessen die jeweiligen Verbindungen gedient hätten.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Die Ehe zwischen den ungleichen Fürstenkindern scheiterte jedoch. Sophie Dorotheas Liebesverhältnis mit dem schwedischen Offizier Philipp Christoph von Königsmarck wurde vor dem Hintergrund des Aufstiegs Hannover in den Rang eines Kurfürstentums zu einer Staatsaffäre. Auf Geheiß des Hofes wurde Königsmarck getötet, die Ehe Sophie Dorotheas und Georg Ludwigs wurde geschieden und Sophie Dorothea lebenslang auf das Schloss Ahlden verbannt, wo sie 1726 starb. Erst ein Jahr später wurde ihr Leichnam in die Celler Fürstengruft überführt. Das tragische Schicksal der »Prinzessin von Ahlden« hat nicht nur die damaligen Zeitgenossen bewegt, sondern wirkte auch literarisch nach. Ihr geschiedener Gemahl bestieg 1714 den britischen Thron und war damit in Personalunion Kurfürst von Hannover und König von Großbritannien. Sophie Dorothea, die damit die erste britische Königin aus dem Hause Hannover geworden wäre, ging als »uncrowned queen« in die Geschichte ein. Auch ihre Kinder gelangten auf europäische Königsthrone: Ihr Sohn Georg August wurde 1727 als Georg II. König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover. Ihre Tochter Sophie Dorothea d.J. heiratete Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, und wurde Mutter Friedrichs des Großen.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    Die Ehe zwischen den ungleichen Fürstenkindern scheiterte jedoch. Sophie Dorotheas Liebesverhältnis mit dem schwedischen Offizier Philipp Christoph von Königsmarck wurde vor dem Hintergrund des Aufstiegs Hannover in den Rang eines Kurfürstentums zu einer Staatsaffäre. Auf Geheiß des Hofes wurde Königsmarck getötet, die Ehe Sophie Dorotheas und Georg Ludwigs wurde geschieden und Sophie Dorothea lebenslang auf das Schloss Ahlden verbannt, wo sie 1726 starb. Erst ein Jahr später wurde ihr Leichnam in die Celler Fürstengruft überführt. Das tragische Schicksal der »Prinzessin von Ahlden« hat nicht nur die damaligen Zeitgenossen bewegt, sondern wirkte auch literarisch nach. Ihr geschiedener Gemahl bestieg 1714 den britischen Thron und war damit in Personalunion Kurfürst von Hannover und König von Großbritannien. Sophie Dorothea, die damit die erste britische Königin aus dem Hause Hannover geworden wäre, ging als »uncrowned queen« in die Geschichte ein. Auch ihre Kinder gelangten auf europäische Königsthrone: Ihr Sohn Georg August wurde 1727 als Georg II. König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover. Ihre Tochter Sophie Dorothea d.J. heiratete Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, und wurde Mutter Friedrichs des Großen.
  • 2. Abteilung: »Die barocken Staatsgemächer«

    1705 starb Georg Wilhelm, die Residenz in Celle wurde aufgelöst und nach Hannover verlegt. Celle verlor damit den Glanz der Hofhaltung und einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Zur Beisetzung des letzten Celler Herzogs in der Fürstengruft war die Celler Stadtkirche prachtvoll geschmückt. Die Errichtung eines »Castrum doloris«, eines Trauergerüstes, gehörte zum fürstlichen Bestattungszeremoniell des Barock.